100 % Inline-Inspektion mit 3D-Technologie, Profilgeschwindigkeiten von bis zu 43 kHz und eine Genauigkeit von bis zu 0,05 mm – diese Werte zeigen, was möglich ist, wenn 3D-Sensortechnologie, Roboterintegration und Bildverarbeitung praxisnah zusammenspielen. In einer gemeinsamen Anwendung mit AT Sensors und LASS Technology hilft EyeVision dabei, erfasste 3D-Daten direkt in der Produktionslinie in klare, wiederholbare Prüfergebnisse umzuwandeln. Das Ergebnis ist eine Inline-Inspektionslösung, die Geschwindigkeit, Präzision und Zuverlässigkeit in einem System vereint.
Inspektion direkt im Prozess
In vielen Produktionsumgebungen reicht es heute nicht mehr aus, Bauteile erst am Ende der Linie zu prüfen. Qualitätskontrollen müssen direkt im laufenden Prozess stattfinden – schnell, zuverlässig und ohne die Produktion auszubremsen.
Genau das ist die Idee hinter dieser Anwendung. Gemeinsam mit AT Sensors und LASS Technology ist EVT Teil einer roboterunterstützten 3D-Laserscanning-Lösung für die vollautomatisierte 100-%-Inline-Inspektion. Das Ziel ist klar: stabile Prüfergebnisse zu liefern, ohne von manuellen Kontrollen oder der Interpretation durch Bediener abhängig zu sein.
Mehr als ein Messsystem
Die Grundlage der Anwendung ist FlexScan, entwickelt von LASS Technology. Laut dem Artikel des Partners begann das System als Lösung für die dimensionelle Messung und wurde schrittweise zu einem vollständigen Inline-Inspektionssystem für Geometrieprüfung, Schweißnahtanalyse und optische Bauteilinspektion ausgebaut. Unterschiedliche Prüfaufgaben lassen sich in einem automatisierten Prozess zusammenführen, der kontinuierlich und ohne Eingriff durch den Bediener läuft.
Genau das macht dieses Projekt so interessant. Es geht nicht nur darum, ein Bauteil einmal präzise zu vermessen. Es geht darum, einen Prozess zu schaffen, der im Produktionsalltag zuverlässig funktioniert.
3D-Daten in Prüfergebnisse verwandeln
3D-Daten zu erfassen ist das eine. Aus diesen Daten verwertbare Prüfergebnisse zu machen, ist etwas anderes.
In dieser Anwendung übernimmt EyeVision genau diese Aufgabe. Die Software wertet die erfassten 3D-Daten aus und unterstützt unterschiedliche Prüfaufgaben innerhalb eines durchgängigen Workflows. Laut dem Partnerartikel werden Oberflächen- und Geometrieprüfungen mit Standardfunktionen von EyeVision umgesetzt, während die Schweißnahtprüfung über einen zusätzlichen, speziell dafür vorgesehenen Befehl erfolgt.
Für EVT ist das ein wichtiger Punkt. Bildverarbeitungssoftware muss leistungsstark sein, aber sie muss auch praxisnah bleiben. Anwender brauchen eine Lösung, die sich an reale Anforderungen anpassen lässt, ohne jedes Projekt in eine vollständig kundenspezifische Entwicklung zu verwandeln
Genau hier kommt EyeVision ins Spiel.
Drei Partner, eine praxisnahe Lösung
Das Projekt vereint drei unterschiedliche Kompetenzbereiche. AT Sensors liefert die 3D-Sensortechnologie. LASS Technology ist für die roboterunterstützte Integration verantwortlich. EVT steuert die Bildverarbeitung und Auswertung mit EyeVision bei.
Jeder einzelne Baustein ist wichtig, aber die eigentliche Stärke liegt im Zusammenspiel. Die Sensoren liefern stabile Rohdaten. Das Robotersystem bringt Flexibilität und Wiederholgenauigkeit in den Prozess. EyeVision macht daraus konkrete Prüfergebnisse, die direkt in der Produktion genutzt werden können.
Für reale Produktionsbedingungen entwickelt
Eine große Herausforderung in diesem Projekt war die Variantenvielfalt. Unterschiedliche Geometrien, verschiedene Prüfaufgaben und individuelle Kundenanforderungen mussten innerhalb eines stabilen Gesamtkonzepts abgedeckt werden. Laut dem Partnerartikel ist die Lösung das Ergebnis von drei Jahren Prototyping, einem Jahr Applikationsoptimierung und mehr als acht Jahren kontinuierlicher Entwicklung in System- und Softwaredesign.
Genau das macht daraus auch eine echte Erfolgsgeschichte. Es handelt sich nicht um einen schnellen Prototyp oder eine einmalige Demonstration, sondern um das Ergebnis langfristiger Entwicklungsarbeit mit dem Ziel, ein System zu schaffen, das im realen industriellen Einsatz zuverlässig funktioniert.
Starke Zahlen – aber die größere Geschichte ist Zuverlässigkeit
Die technische Leistung ist beeindruckend. AT Sensors beschreibt den Einsatz kompakter 3D-Sensoren aus der 2040er-Linie, darunter ein Setup mit 43 kHz Profilgeschwindigkeit für schnelle Inline-Messungen. Je nach Konfiguration erreicht das System eine Genauigkeit von 0,05 bis 0,15 mm und eine Wiederholgenauigkeit von 0,04 bis 0,12 mm.
Diese Zahlen sind natürlich wichtig. In der Praxis ist der größere Mehrwert aber, dass der Prüfprozess stabil und wiederholbar wird. Und genau das brauchen Hersteller, wenn Qualitätssicherung Teil des Prozesses sein soll – und kein separater Schritt danach.
Eine Erfolgsgeschichte mit EyeVision
Diese Anwendung zeigt sehr deutlich, wie automatisierte Qualitätssicherung aussehen kann, wenn die richtigen Technologien zusammenkommen. Statt isolierter Prüfschritte erhalten Hersteller eine vollständige Inline-Lösung, die sich in den Produktionsprozess einfügt und verlässliche Ergebnisse liefert.
Mit EyeVision trägt EVT entscheidend dazu bei. Die Software spielt eine zentrale Rolle dabei, 3D-Sensordaten in strukturierte, wiederholbare Prüfergebnisse umzuwandeln, die direkt in der Linie genutzt werden können. Zusammen mit der Sensorexpertise von AT Sensors und dem Integrations-Know-how von LASS Technology entsteht so eine Lösung, die weit über reine Messtechnik hinausgeht.
Sie ist ein starkes Beispiel dafür, wie 100-%-Inline-Inspektion in der Praxis funktionieren kann: automatisiert, präzise und zuverlässig – genau dort, wo es am wichtigsten ist.